Hawker Hunter



 

 

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Hawker Hunter

Der Hawker Hunter wurde insgesamt von 19 verschiedenen Luftwaffen eingesetzt. Darunter waren Abu Dhabi, Belgien, Chile, Dänemark, Irak, Indien, Jordanien, Kenja, Kuweit, Libanon, Niederlande, Oman, Peru, Qatar, Rhodesien/Zimbabwe, Saudi Arabien, Singapur, Somalia, Schweden und die Schweiz.

Total wurden 1972 Einheiten des Hawker Hunters gebaut, entweder direkt bei Hawker Siddley oder unter Lizenz bei Avions Fairey in Belgien und bei Fokker in den Niederlanden.

Die Hauptaufgabe des Hunters war die Erdkampfunterstützung.

 

Der Hunter hat in zahlreichen Konflikten eine Rolle gespielt:

- Sechstagekrieg 1967 (von irakischen und jordanischen Piloten geflogen)

- Chile: wichtige Rolle von Hunters beim Sturz des gewählten

  sozialistischen Präsidenten Salvador Allende: Hunters bombardierten

  den Präsidentenpalast, Allendes Haus und Radiostationen

- Bei den Bürgerkriegen in Somalia

- in Rhodesien: gegen ZANU/ZAPU in den späten Sechzigern

- Unterstützung für Laurent Kabila in Zimbabwe beim zweiten Kongokrieg

- Indo-Pakistanische Kriege

 



Ein Hunter der Schweizer Luftwaffe über Schweizer Bergen

Die Geschichte des Hunters beginnt mit dem Flug eines Prototypen im Sommer 1951. Die Luftwaffen vertrauten lange auf seine treuen Dienste: Bei den meisten Airforces war er bis etwa 1980 im Einsatz. Die enthusiastischen Hunter-Nutzer waren die Schweiz und Singapur. In diesen beiden Ländern blieb der Hunter von 1958 bis 1994 im Einsatz.

Beide haben ihn dabei erfolgreich modernisiert und so versucht, ihn den neueren Jets so ebenbürtig wie möglich zu machen.

Diese vielen Dienstjahre erklären vermutlich auch ein Stück weit, warum der Hunter heute so viele begeisterte Fans in der Schweiz und andernorts hat.

 

 

Technische Daten Hawker Hunter

- Höchstgeschwindigkeit: 1180km/h (Mach 0.97)

  Überschall bei steilem Sinkflug

- Aktionsradius: 350-570km

- maximales Startgewicht: 10'885kg

- Schub: Einmal 4606kp

- Abmessungen: Spannweite 10.26m, Länge 13.98m, Höhe 4.01m

- Bewaffnung: vier 30mm Kanonen: Avon 207, 150 Schuss pro Kanone

  1814 Waffenladung

 

 

Der Hunter in der Schweizer Luftwaffe


Ein Hunter Trainer (Doppelsitzer), Schweizer Luftwaffe

In den späten Fünfzigerjahren galt es, die ersten Serien der damaligen Düsenflugzeuge DH-100 Vampire und DH-112 Venom durch moderne Kampfflugzeuge abzulösen. In der Endausscheidung mit dem North American F-86 Sabre und dem in der Schweiz noch in Entwicklung begriffenen FFA P-16 fiel die Wahl auf den englischen, bei Hawker Aircraft Ltd. gebauten Hunter Mk 6. Dieser Flugzeugtyp galt in der damaligen Fachwelt als Spitzenprodukt. Am 29. Januar 1958 beschlossen die Eidgenössischen Räte die Beschaffung von 100 dieser Kampfflugzeuge (inkl. Reservematerial und Munition) direkt vom Herstellerwerk und im Kostenumfang von 313 Millionen Franken. Bereits im April begann die Auslieferung und Überfliegung der neuen Maschinen von England in die Schweiz. Dies ermöglichte eine rasche Umschulung der Piloten und des technischen Personals, und bereits ein Jahr später waren fünf Fliegerstaffeln auf dem Hunter einsatzbereit. Die Hunter-Flugzeuge mit unserer Bezeichnung «Mk 58» wurden damals sowohl für Erdkampf wie für Luftkampfaufgaben eingesetzt. Dabei erwiesen sie sich als einsatzsichere, wirkungsvolle und voll miliztaugliche Kampfflugzeuge.

 

Einsatzaufgaben und Flugleistungen

Während der 36-jährigen Verwendungsdauer wurden die Hunter-Kampfflugzeuge mehrmals modifiziert und mit neuen Systemen und Waffenanlagen nachgerüstet. In der Zeit von 1975 bis 1991 waren insgesamt neun Frontstaffeln und eine Sonderstaffel mit dem Hunter ausgerüstet. Mit der Inbetriebnahme der Tiger-Raumschutzjäger wurden die Hunter dann weitgehend von der Luftkampfaufgabe entbunden; ihre Hauptdomäne blieb der Jagdbombereinsatz. Die Hunter-Flotte erbrachte eine Flugleistung von ca. 310'000 Flugstunden bei rund 483'000 Einsätzen.

Ende der Hunter-Ära

Ende 1994 wurden die Hunter-Kampfflugzeuge im Rahmen der Armeereform 95 ausser Dienst gestellt und die damit ausgerüsteten fliegenden Verbände aufgelöst. Nach über 36 Einsatzjahren galten die Hunter-Jagdbomber als technisch überaltert; ihre Kampfkraft wäre für ein künftiges Konfliktszenario ungenügend und ihr Unterhalt unverhältnismässig teuer geworden. Der letzte Flug fand am 16. Dezember 1994 statt. Dabei landete der erste seinerzeit in der Schweiz eingesetzte Hunter mit der legendären Immatrikulation J 4001 symbolisch in Dübendorf und wurde dem dortigen Luftwaffenmuseum übergeben.

 

 



Hawker Hunter beim Start

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